Der Zauber der Klarinette
Javier González
Die Magie der Klarinette mit ihrer Vielseitigkeit und Ausdruckskraft verzaubert uns im Instituto Cervantes in Wien dank zweier unübertroffener KünstlerInnen: José Vicente Herrera und Elena Biosca. Der Spitzenklarinettist des Orquesta de Valencia, José Vicente Herrera, der seine berufliche Laufbahn mit zwei Konzerten hier in Wien krönt, eines davon im Musikverein, wo er auf dem Stuhl seines ehemaligen Lehrers sitzt, und das andere als krönender Abschluss hier in unserem Festsaal, tritt zum ersten und einzigen Mal gemeinsam mit der jungen Klarinettistin und seiner Schülerin Elena Biosca Bas auf, die bereits auf renommierten Bühnen wie der Wiener Oper triumphiert. Ein einzigartiger Abend, an dem wir eine raffinierte Alchemie und ein exquisites Duo genießen können, das seinesgleichen sucht.
José Vicente Herrera, Soloklarinettist des Orquesta de Valencia, hat sich als Musiker vor allem aber als Pädagoge, einen über sein Land hinaus reichenden Ruf erworben. 1959 in Turís geboren, absolvierte Herrera ein Klarinettenstudium am Konservatorium in Valencia und setzte seine Ausbildung u. a. an der Wiener Musikhochschule sowie im Rahmen von Meisterkursen bei Rudolf Jettel, Alfred Prinz, Karl Leister, Alois Brandhofer und George Pieterson fort. Seit 1981 ist er Soloklarinettist des Orquesta de Valencia, als Solist trat er mit verschiedenen spanischen Orchestern und den Mainzer Philharmonikern auf. José Herrera gab Meisterkurse an vielen spanischen Konservatorien und Musikschulen und unterrichtet u. a. in Alicante, Zaragoza und Cuenca.
Elena Biosca Bas, geboren in Valencia, erhielt ihren ersten Klarinettenunterricht an der Musikschule „La Primitiva“ de Rafelbunyol. Im Jahr 2014 schloss sie ihren Bachelor am Conservatorio Superior de música de Valencia ab. Ihr letztes Studienjahr absolvierte sie als Erasmusstudentin an der Kunstuniversität Graz. Anschließend wechselte sie nach Wien, wo sie an MUK in der Klasse von Reinhard Wieser im Oktober 2017 ihren Master absolvierte. Desweiteren schloss sie im Oktober 2020 ihre Diplomstudium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien ab. Ihre kammermusikalischen Fähigkeiten professionalisierte sie in einem Kammermusik-Master an der MDW. Sie arbeitet regelmäßig mit führenden europäischen Klangkörpern zusammen, darunter die Wiener Philharmoniker, das Orchester der Wiener Staatsoper, das ORF Radio-Symphonieorchester Wien, das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich sowie die Volksoper Wien. Darüber hinaus führten sie Engagements unter anderem zum Mozarteum Orchester Salzburg, zum Kärntner Sinfonieorchester, zu den Nürnberger Symphonikern und zum Klangkollektiv. Konzertreisen brachten sie auf bedeutende Bühnen in Europa und Asien, darunter nach Japan, China und Südkorea.
Manuel Ortiz Babiloni. Er begann seine musikalische Ausbildung bei seiner Mutter, der Pianistin Elvira Babiloni, sowie bei seinem Onkel, dem renommierten Gitarristen Manuel Babiloni. Er ist regelmäßig in Konzerten aufgetreten, die von der Stiftung „Guitarrista Manuel Babiloni“ organisiert werden, sowie an Veranstaltungsorten wie dem Auditori i Palau de Congressos de Castelló und der Sala Clemente in Valencia.
Seine internationale Laufbahn führte ihn in Länder wie Japan, wo er im Instituto Cervantes in Tokio zu hören war, sowie nach Österreich, wo er im Ehrbar Saal und im Musikverein in Wien auftrat.