Lorca, eine Erzählung im Wandel
Das Instituto Cervantes Frankfurt präsentiert eine Veranstaltung zur Aktualität Federico García Lorcas anlässlich der Neuinszenierung der Oper Bluthochzeit (Bodas de sangre) von Wolfgang Fortner (1957). Diese Aufführung bietet die Gelegenheit, gemeinsam mit José F. A. Oliver, deutschsprachiger Dichter mit andalusischen Wurzeln und stark von Lorca inspirierter Stimme, die heutige Bedeutung Lorcas zu erkunden. Die deutsche Übersetzung, die Fortner als Grundlage für seine Oper diente, trug seinerzeit maßgeblich zur Popularisierung Lorcas bei, der heute auf deutschen Bühnen nur noch selten präsent ist. Was sagen Lorcas Werk und seine verschiedenen deutschen Übersetzungen – jenseits von Leidenschaft und Folklore – über das Verhältnis von Deutschen und Spaniern zum Geheimnisvollen, zum Dramatischen und zum Erotischen? Der Dramaturg der Oper Frankfurt, Zsolt Horpácsy, spricht mit José F. A. Oliver über Literatur, Übersetzung, Musik und kulturelle Rezeption.
