Kulturveranstaltungen

Die Emotionen der transición

Die Emotionen der transición Caravana de la legalización del PTE_Archivo PTE

Das Instituto Cervantes Frankfurt präsentiert einen Vortrag zur spanischen demokratischen Transition, einer Epoche, die tiefgreifend von Emotionen geprägt war: von der Angst vor der Gewalt des Militärs und der extremen Rechten ebenso wie vor derjenigen der ETA; von der Hoffnung auf das Eintreten der Freiheit; sowie von den intensiven kulturellen Phänomenen, die diesen Prozess begleiteten – vom destape und der Ernüchterung (desencanto) über die movida bis hin zur Neudefinition sozialer Rollen.

Zweifellos kam es in dieser Zeit zu bedeutenden gesellschaftlichen Veränderungen: zur sexuellen Befreiung, zum Erstarken des Feminismus, zum Auftreten queerer Sensibilitäten, zur allmählichen Auflösung der patriarchalen Familie sowie zur Anerkennung des mehrsprachigen und vielfältigen Charakters des Landes. All diese Bestrebungen begleiteten die politische Subversion und den gesellschaftlichen Protest und prägten nachhaltig die literarischen und kulturellen Ausdrucksformen dieser Epoche.

Der Vortrag wird von Birgit Aschmann gehalten, die seit 2011 Professorin für Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts an der Humboldt-Universität zu Berlin ist. Zu ihren zentralen Forschungsgebieten zählen die Kultur- und Politikgeschichte, die Emotionsgeschichte sowie die Geschlechtergeschichte. Sie ist Autorin des auf Deutsch erschienenen Buches Crisis de pareja. Eine Geschichte der Emotionen des katalanischen Separatismus.

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