Gioconda Belli im Gespräch mit Corinna Santa Cruz
Das Instituto Cervantes Frankfurt präsentiert die nicaraguanische Schriftstellerin Gioconda Belli, die aus ihrem Exil in Madrid nach Frankfurt kommt. Nach ihrer offenen Kritik an der Regierung von Daniel Ortega war Belli gezwungen, Nicaragua zu verlassen; zudem wurde ihr die Staatsbürgerschaft entzogen. Bereits 1970 schloss sie sich der FSLN im Kampf gegen die Somoza-Diktatur an. 1978 wurde sie für Línea de fuego, einen Band mit revolutionären und erotischen Gedichten, ausgezeichnet. Große Bekanntheit erlangte sie jedoch erst 1988 mit ihrem ersten Roman Die bewohnte Frau (Mujer habitada), der einen Skandal im nicaraguanischen Bürgertum auslöste. 1989 erhielt sie den Preis »Das politische Buch« der Friedrich-Ebert-Stiftung, 2018 folgte der Hermann-Kesten-Preis des Deutscher PEN für ihr Engagement für die Freiheit des Wortes. Gioconda Belli setzt sich weiterhin für Frauenrechte und soziale Gerechtigkeit ein. Moderiert wird die Veranstaltung von Corinna Santa Cruz, Lektorin und Übersetzerin lateinamerikanischer Literatur.
