Contemporáneos. Die Vielfalt des spanischen Kinos.
Die Filmreihe Contemporáneos ist fester Bestandteil des Programms am Instituto Cervantes und zeigt das Aktuellste und Namhafteste aus der spanischen Filmproduktion. Wer die heutige spanische Filmproduktion beschreiben will, muss die Fülle ihrer Inhalte in den Mittelpunkt stellen, sowie die Vielfalt ihrer Formate und ihrer Produktionsarten, die sie ausmachen. Diese Filmreihe zeigt eine Auswahl der zeitgenössischen Produktion: fünf Titel, stellvertretend für diese Vielfalt und für die unterschiedlichen thematischen Schwerpunkte des spanischen Kinos. Die Filmreihe zeigt fünf Filme, die die unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten des spanischen Films zutage bringen. Vivir es fácil con los ojos cerrados, mehrfacher Goya-Preisträger 2014, ist eine nostalgische Annäherung an das Spanien der 60er Jahre, erzählt als eigentümlicher road movie. Der Film erzählt die Geschichte eines Englischlehrers, der sich auf den Weg zu John Lennon macht, der gerade seinen Film How I won the war (1967) dreht. Der Film basiert auf einem Buch über Juan Carrión, einem Englischlehrer aus Cartagena, und geht auf die Illusion der Moderne ein und auf das Bedürfnis nach der Suche einer neuen Welt, einer neuen Gesellschaft, ein Gefühl, das sowohl der Lehrer aber auch die beiden Jugendlichen, die sich seiner Reise anschließen, teilen. David Trueba verkörpert mit diesem Film und seinem Erfolg (Oscar-Kandidatur für den besten ausländischen Film) das konventionelle Kino, das versucht die unterschiedlichen historischen Traditionen zu identifizieren, die Spanien zu einem Land machen, das seine Erinnerungen ständig neu zu interpretieren und zu bestärken bedarf. Zusammen ergeben alle Filme ein treffendes Bild des Geflechts, das die spanische Gesellschaft hervorbringt und zeigen die komplexe und gewagte Art und Weise mit der die spanische Gesellschaft dargestellt werden kann.
