Europa und die Welt durchleben Zeiten tiefgreifender Veränderungen und wachsender Spannungen: Die liberale Ordnung befindet sich in einer Krise, und die ideologische Polarisierung verschärft sich. Gibt es Parallelen zu kritischen Momenten der Geschichte, wie der Weimarer Republik in Deutschland oder der Zweiten Spanischen Republik? In dieser Debatte werden die Professoren Xosé M. Núñez Seixas und Stephan Lessenich diese Fragen aufgreifen und Schlüssel zum Verständnis der aktuellen demokratischen Herausforderungen und zur Reflexion über die Zukunft unserer Gesellschaften anbieten.
Stephan Lessenich ist Soziologe und seit 2021 Direktor des Instituts für Sozialforschung sowie Professor für Sozialtheorie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seine Forschungsschwerpunkte sind kritische Gesellschaftstheorie, soziale Ungleichheit, Wohlfahrtsstaat, Kapitalismuskritik und sozial-ökologischer Wandel. Zu seinen bekanntesten Publikationen gehören Neben uns die Sintflut, Grenzen der Demokratie und Nicht mehr normal.
Xosé M. Núñez Seixas ist Professor für Neueste und Zeitgeschichte an der Universität Santiago de Compostela und war von 2012 bis 2017 Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Forschungsschwerpunkte sind vergleichende Nationalismusgeschichte, regionale und nationale Identitäten in Europa, die Erinnerung an Kriege und Diktaturen sowie die neue Militärgeschichte. Zu seinen bekanntesten Publikationen zählen Die bewegte Nation, Die spanische Blaue Division an der Ostfront und The Eastern Front in European Memory.
Moderiert wird die Diskussion von Berthold Franke (Soziologe und Podcaster, ehemaliger Direktor des Goethe-Instituts in Warschau, Dakar, Stockholm, Paris, Brüssel, Prag und Neu-Delhi).
