Kulturveranstaltungen

Geschichtenweberinnen

Die erste Poesie oder das erste Märchen erreicht uns meist durch unsere Großmutter oder Mutter, nachts, während wir auf den Schlaf warten. Mit ihrer Stimme lehren sie uns den Wert des gut gesprochenen Wortes und schaffen einen Zufluchtsort, in dem die Angst weicht und Gerechtigkeit und Liebe vorherrschen. Diese Hommage erinnert an jene Erzählungen, die sie uns schenkten – gerade in einer Zeit, in der manche sie zum Schweigen bringen und dabei vergessen, dass Empathie und Zuneigung niemals aus der Mode kommen. 

Ana Cristina Herreros wurde 1965 in León (Spanien) geboren. Sie wuchs zwischen Schweigen auf: dem einer zum Schweigen gebrachten Mutter und dem einer Großmutter, die sich nicht äußern durfte. Ihre ersten Geschichten entdeckte sie, indem sie heimlich unter einer Taschenlampe las. In den 1990er-Jahren nahm sie den Nachnamen Griott an und erzählte Geschichten in Cafés in Madrid; später kam sie nach Afrika, wo sie Erzählungen in vielen Sprachen hörte. Bis heute leiht sie jenen ihr Ohr, die die Welt zum Schweigen bringen will, damit ihre Stimmen und ihre Würde nicht verschwinden.

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