«Quebrada», Mariana Travacio
Instituto Cervantes
Im April werden wir uns mit «Quebrada» von Mariana Travacio in ein zugleich raues und lichtdurchflutetes Terrain begeben – einem Roman, in dem die Landschaft nicht bloßes Szenarium, sondern eine offene Wunde ist.
Quebrada: ein Einschnitt zwischen Bergen, ein schmaler Pass, der dazu zwingt, ohne Abzweigungen voranzuschreiten.
In diese – geografische wie existenzielle – Spalte schreibt sich Linas Weg ein. Sie verlässt ein trockenes, aufgerissenes Land, um das Meer und einen verlorenen Sohn zu suchen. Die Reise führt sie in eine feuchte, überbordende Gegend, in der Fruchtbarkeit neben Bedrohung besteht und die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Gespenstischem durchlässig werden. In einer zurückhaltenden und präzisen Prosa gestaltet Travacio eine Atmosphäre, in der Liebe und Loyalität standhalten, selbst wenn Entwurzelung und Verlust alles durchdringen.
Begleiten Sie uns zu dieser neuen Sitzung unseres Lesekreises, um über die äußeren wie inneren Bewegungen ins Gespräch zu kommen, die der Roman entfaltet: Mutterschaft als Antrieb und Wunde, das Territorium als Bestimmung, der Wahnsinn als Echo des Schmerzes.