Der zweite Film der Reihe ist Fünf Patronenhülsen, ein Spielfilm unter der Regie von Frank Beyer. Inspiriert von einer Erzählung der Autorin Anna Seghers thematisiert das Werk die Erfahrungen der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg anhand einer symbolischen Struktur, die den sukzessiven Verlust von fünf Patronenhülsen nachzeichnet – eine Metapher für den Verschleiß und die Beharrlichkeit im antifaschistischen Kampf. Der Film verbindet Elemente des Kriegsfilms mit einer ethischen Reflexion über Solidarität und historisches Gedächtnis und bietet einen für das Kino der DDR typischen Blickwinkel, der über seinen Kontext hinausgeht, um universelle Fragen aufzuwerfen.
Zusammenfassung: Der Film folgt einer Gruppe internationaler Brigadisten, die während des Rückzugs der Republikaner versuchen, mit einer entscheidenden Botschaft zu ihren Linien zurückzukehren. Durch ein fragmentiertes Erzählverfahren – die fünf Patronenhülsen, die die Protagonisten nach und nach verlieren – entsteht eine Reflexion über Solidarität, Opferbereitschaft und das Gedächtnis des antifaschistischen Kampfes. Mehr als eine rein kriegsgeschichtliche Erzählung untersucht der Film die ethische und politische Bedeutung der internationalen Beteiligung am Spanischen Bürgerkrieg und bietet dabei einen für das Kino der DDR typischen Blickwinkel, der jedoch universelle Resonanz findet.
